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Als Aufsteiger haben sich die Fußballer von Germania 94 in der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt stark präsentiert und souverän die Klasse gehalten.
Frankfurt. Wenn man an Germania 94 in der abgelaufenen Saison denkt, fallen einem zuerst der Ärger über die Platzwahl, der Spielabbruch gegen die Spvgg. Oberrad II und das stabile Abwehrbollwerk ein. Aber das Team hat auch ordentlichen Fußball gezeigt, der am Ende den zehnten Tabellenplatz einbrachte.
«Wir hatten es schwer in dieser Saison, da wir unglaublich viele verletzte Offensivspieler hatten, und die vollkommen überzogene Strafe für unseren Torjäger Driss El-Bahkchouch von 16 Spielen nach dem Spielabbruch zwang uns defensiv zu spielen. Wir mussten uns immer am Gegner ausrichten, aber wir haben das sehr gut gemacht», rechtfertigt Trainer Klaudius Golletz die verordnete defensive Taktik.
Und auch die geharnischte Kritik mancher gegnerischer Trainer, dass bei sonnigsten Temperaturen der Hartplatz dem Rasen vorgezogen wurde, kann Golletz nicht verstehen. «Wir haben Heimrecht, und da können wir entscheiden, wo wir spielen wollen. Ich will mit den Leuten doch nicht Kaffee trinken. Das können wir gerne unter der Woche machen», formuliert der Germania-Coach in der ihm eigenen plakativen Weise.
Für die kommende Runde kann der Trainer noch keine Prognose abgeben, da er noch nicht genau weiß, welche Spieler er zur Verfügung hat. Abwehrstratege Claudio Acquasanta hat sich abgemeldet und hinterlässt eine nicht leicht zu schließende Lücke, was Golletz aber gelassen nimmt.
«Sicher ist Claudio einer unserer wichtigsten Spieler gewesen, aber er meldet sich immer fristgerecht ab und läuft dann doch wieder auf. Das hat er die letzten Jahre immer so gemacht. Ich hoffe, es ist diesmal wieder so.» Der überragende Akteur im Team, Gürhan Cagritekin, bleibt aber definitiv am Mainwasen. «Er war in allen Belangen sowohl am Spieltag als auch im Training der wichtigste Mann für uns», unterstreicht Golletz die Bedeutung des Kapitäns.
Ideale Bedingungen
Mit ihm als wichtigem Eckpfeiler soll das Ergebnis der abgelaufenen Runde möglichst wieder erreicht oder verbessert werden. Auf- oder Abstieg sind für Golletz dabei kein Thema, er hält einen gesicherten Mittelfeldplatz durchaus für bemerkenswert. «Man darf auch nicht vergessen, wie es in dieser Klasse läuft. Da steigen teilweise vier Mannschaften ab, und jeder versucht sich da rauszuhalten. Hier zu bestehen ist schon eine Leistung.»
Generell könnte Golletz, der in seine dritte Saison geht, sich vorstellen lange bei der Germania zu bleiben, da «die Bedingungen ideal sind». Der geplante Kunstrasen im nächsten Jahr gibt dem Trainer dann noch mehr Möglichkeiten, den Untergrund «passend zum Gegner auszuwählen», wie Golletz lachend anmerkt. Einziger Wermutstropfen für den Trainer ist die Jugendarbeit. «Da kommt gerade etwas zu wenig nach, aber das kann sich in den nächsten Jahren auch noch ändern.» Read 0 Comments... >> |